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Schuldiener in Großrettbach

Zweiter Teil 10. Stück, Von der St. Gotthards=Kirche und Schule zu Großen=Rettbach

§. 4.

Der Schuldiener hieselbst auch zu gedencken, so will ich die, deren Namen ich gefunden, hieher setzen:

  1. Just Wachtel, kam von hier 1600. nach Sundhausen
  2. Caspar Keßler, kam vom Schuldienst zu Trügleben an des vorigen Stelle nach Groß=Rettbach 1600. Im folgenden Jahr wurde er, wegen Unfleisses, seines Dienstes entlassen. Protoc. Jul. p. 41. 100. 133. an seine Statt wurde gesetzt
  3. Balthasar Calenberg. Er kam 1613. mit in Vorschlag zum Pastorat nach Klein=Fahner.
  4. Severus Manes, von Gotha, ist von hier nach Cabartz kommen, und daselbst erschossen worden.
  5. Martini, er hieß nur der lange Merten und ist von Natza hieher geholet worden, aber nicht über ein Jahr da blieben, massen er mit seiner Stief=Tochter zugehalten und deswegen davon lauffen müssen.
  6. Heinrich Scharf, ist 1628. da gewesen.
  7. Johann Walther wurde von hier zum Schul=Amt zu Cobstädt, und 1639. zum Pastorat daselbst befördert. Ein mehreres von ihm stehet unter den Pfarrern zu Cobstedt P. II. dieser Sammlung I. St. p. 27. Von A. 1637. an ist die Schule, wegen des Kriegs=Wesens, während welchem sich die Leute verlauffen und keine Kinder mehr vorhanden gewesen, leer gestanden, wie in den Visit. Actis vom Jahr 1647. gemeldet wird, und stehet noch dabey: Jetzo wachsen die Kinder wieder daher, daß ihrer 6 seyn möchten, deßwegen ein Schulmeister sehr vonnöthen. Einer Namens Andreas Kerst, hat nur das Singen indessen in der Kirche versehen, aber keine Schule gehalten.
  8. Zacharias Stärcker, von Klein Rettbach, wurde 1651. allhier Schulmeister, und 3 Jahr darauf zu Günthersleben.
  9. Philipp Ritter, Pomeranus, war anfangs Schuldiener zu Zimmern, unten am Eccardsberge gelegen, dann allhier zu Grossen=Rettbach. Ich finde ihn hieselbst A. 1670. Seine Frau hieß Sybille, aus dem alten Erfurtischen Geschlechte der Fröschel, deren Groß=Vater, Zacharias Froeschelius, Superintendens zu Weissensee gewesen ist. Mit dieser zeugete er einen Sohn Johann Zacharias Ritter, welcher anfänglich Schulmeister zu Bechstedt, hernach zu Schmira im Erfurtischen, dann zu Bittstedt und endlich zu Holzhausen im Gothaischen Amte Wachsenburg worden ist.
  10. Johann Michael Klein, kam hieher 1683. und wurde 1688. als Substitutus des alten Cantoris Müntzers nach Tambach translociret, woselbst er 1692 verstorben ist. Sein Leben kömmt vor unter den Schulmeistern zu Winterstein P. I. dieser Samml. 11. St. p.69
  11. Johann Stehling wurde hieselbst Schulmeister A. 1688. und starb daselbst 1729. Sein Leben stehet P.I. dieser Samml. 2. St. p.141. 4. St. p.82.
  12. Johann Adam Kirchner gelangte zum hiesigen Schuldienst A. 1730. kam von hier zur Organisten=Stelle nach Goldbach und starb allda 1749. Siehe mehreres von ihm P. I. dieser Samml. 9. St. p.37
  13. Heinrich Just Engelhardt, gebohren zu Molschleben 1717. den 29. Oct. Sein Vater war Mstr. Justus Engelhardt, Mühlmeister daselbst, die Mutter Susanna, eine gebohrene Hopfin. Im 11 Jahr seines Alters kam er nach Kälberfeld zu seinem Schwager, dem dasigen Schuldiener Johann Jacob Rauschelbachen, und wurde von demselben in der Organisten=Kunst unterrichtet. Hierauf begab er sich in Herren=Dienste, bis er 1742. als Schuldiener hieher kam.


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