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Schuldiener in Pferdingsleben

III. Von der Kirche und Schule zu Pferdtingsleben.

§. 4.

Von denen Schuldienern sind nachfolgende bekannt:

  1. Christoph Müller, der nachgehends nach Werningshaußen gesetzet worden.
  2. Laurentius Knöpffel.
  3. Jacobus Walther.
  4. Philipp Mose, welcher nachgehends Conrector zu Ohrdruff und endlich Pfarrer zu Werningshaußen worden.
  5. Hieronymus Matthias Lenz.
  6. Laurentius Knöpffel, jun.
  7. Martin Wiegleb, welcher A. 1620. zu Tennstädt gebohren. Sein Vater war ein Bürger daselbst und seine Mutter Elisabetha eine gebohrene Kalbin, von Illeben gebürtig. A. 1646. gieng er nach Jena. Nach vollendeten Universitäts=Jahren hat er informiret 2 junge Herrn von Volgstett zu Günthersleben. A. 1649. wurde er Cantor zu Wegmar, kam aber 1658. von dar nach Pferdtingsleben.
  8. Werner Müller. Dieser ist A. 1674. zu Erfurt gebohren. Sein Vater war Johann Nicolaus Müller, Bürger daselbst, und die Mutter Barbara Lochnerin. Er hat sich in Erfurt sowohl als in Halberstadt, Quedlinburg und Stollberg auf Schulen aufgehalten und dabey die Music getrieben. A. 1695. ist er Substitutus des obigen Schulmeisters Wiegleb allhier worden, hat aber auch, wichtiger Ursachen wegen, 1702. Seine Dimission erhalten.
  9. Justus Hardtrot ist gebohren A. 1669. zu Gospiteroda. Sein Vater hieß Valtin Hardtrot und war ein Hufschmidt daselbst; Die Mutter aber Anna Wagnerin, eines dasigen Schuldieners Tochter. A. 1693. wurde er als Schulmeister nach Gossel, 1702. aber nach Pferdtingsleben berufen, und ist daselbst verstorben 1720.
  10. Tobias Friedrich Bach, ist gebohren zu Ohrdruff 1695. Sein Vater ist gewesen Hr. Johann Christoph Bach, Organist und Præceptor Vtæ Classis des Ohrdruffischen Lycei, und die Mutter Johanna Dorothea, eine gebohrene von Hoff. Er hat in Ohrdruff die Schule frequentiret, bis in primam Classem, und alsdann auf die Music geleget, auch einige Zeit in der Trinitatis=Gemeinde daselbst den GOttes=Dienst versehen, bis er 1717. Nach Gandersheim recommandiret, und daselbst Hof=Cantor und Vicarius beym Stifft geworden, und sowohl in der Kirche, als bey der Tafel der Frau Aebtißin, die Music mit aufgeführet. Als er aber A. 1720. nach Hauße reisete, seine Eltern zu besuchen, ist ihm vom Gräfl. Consistorio zu Ohrdruff die vacante Præceptors-Stelle zu Pferdtingsleben aufgetragen worden, welcher er auch, nach vorhero gebethener und mit Mühe erlangter Dimission zu Gandersheim, angenommen, ist aber nicht länger, als ein Jahr, da verblieben, massen er das Jahr darauf eine Vocation nach Udstett ins Erfurtische zum Cantorat erhielte, allwo er annoch lebet.
  11. Georg Christoph Meder, des alten 86jährigen Schuldieners Johann Georg Meders, zu Cobstett, und seines Weibes Annen Christinen, gebohrnen Kalmbergin, jüngster Sohn dritter Ehe, die ihn den 6ten Jul. 1713. auf die Welt gebohren hat. Er war vorhero vom 28sten Oct. 1731. bis zum 3ten Jul. 1734. auf 2 Jahr und 8 Monathe Schul=Præceptor zu Stutzhauß und Schwartzwald, darauf vom 4ten Jul. 1734. bis zum 29sten Jan. 1739., und also 4 ½ Jahr Schul=Substitutus zu Kleinfahner und endlich am 20sten Jan. 1739. Schuldiener zu Pferdtingsleben.


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