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Kirchen- und Schulenstaat im Herzogtum Gotha

Kirchen- und Schulenstaat
Kirchen- und Schulenstaat

Sammlung verschiedener Nachrichten zu einer Beschreibung des Kirchen- und Schulenstaats im Herzogtum Gotha

Eine in heutiger Zeit kaum noch bekannte Sekundärquelle für das Gothaer Land möchte ich an dieser Stelle einmal etwas näher vorstellen. Es handelt sich um das Werk „Sammlung verschiedener Nachrichten zu einer Beschreibung des Kirchen- und Schulenstaats im Hertzogthum Gotha.“ von Johann Georg Brückner. Verlegt wurde dieser Dreibänder 1758 bei Christian Mevius in Gotha.

Der Gothaer Hofprediger Johann Georg Brückner erstellte im Auftrag des herzöglichen Ober-Consistoriums zu Gotha in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine umfassende Übersicht über die Dörfer, Kirchen, Pfarrer und Schuldiener des damaligen Herzogtums Sachsen-Gotha. Brückner erhielt hierbei viel Unterstützung von ortsansässigen Pfarrern oder Schuldienern, die ihm so manches aus den alten Kirchenbüchern oder ihren eigenen Lebensläufen zusammentrugen und schriftlich übermittelten. Anders hätte er diese Mammutaufgabe wohl nicht in dieser recht kurzen Zeit bewältigen können. Er hat jedoch auch in den Akten und Matrikeln der Superindenturen oder den Archiven der ehemaligen Klöster Ausschau gehalten, um die Daten zu komplettieren oder Auszüge aus Urkunden zur Ortsgeschichte beizufügen.

Spätere Werke wie August Becks „Geschichte des gothaischen Landes“ 1875/76 oder das „Thüringer Pfarrerbuch – Band 1 – Herzogtum Gotha“ beruhen größtenteils auf den von Brückner zusammengetragenen Angaben. In beiden Werken finden sich jedoch kaum oder gar keine Hinweise zu den Schuldienern, der pädagogischen Stütze des „Schulenstaates“ unter Herzog Ernst I. des Frommen. Somit ist es von grossem genealogischen Wert, diese sozial mobile Berufsgruppe und ihre verwandschaftlichen Beziehungen zu den Pfarrerfamilien in Brückners Werk zu finden.

In loser Folge werde ich die von mir bereits abgeschriebenen Kapitel des Werkes hier veröffentlichen, da es dies bisher nicht in digitaler Form vorliegt.


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