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KSS II-02-05 Schuldiener in Hausen

V. Von der Kirche und Schule zu Haussen

§. 4. Von der Schule und deren Dienern

Von den Schuldienern zu Haussen haben sich folgende vorgefunden:

  1. Maximilianus Mörlin. Er war ein Sohn Hugo Mörlins, Pfarrers zu Molschleben. Er war Schuldiener zu Haussen 1600. und wurde wegen Unfleisses 1602. seines Dienstes entlassen. vid. Protoc. Helder. p. 64. 162.
  2. Elias Cranichfeld, bisheriger Cantor zu Buffleben, kam hieher 1602. und 1603. nach Tüttleben. Ein mehreres von ihm unter den Schuldienern zu Buffleben, P. I. dieser Samml. 4. St. p. 28.
  3. Heinrich Günther, von Aspach bürtig, wurde Schulmeister hieselbst 1603.
  4. Johann Albig ist 1604. hieher kommen und 1608. wieder weggezogen, wie in der geschriebenen Nachricht des Schuldieners Berles
  5. Valentin Ochse, Gothanus. A. 1615. wollte ihn die Gemeine absetzen, das Consistorium zu Coburg aber schützte ihn und gab Befehl, daß sich keine Gemeine dergleichen, wie sie bisher gethan, unterstehen sollten. Weil er aber allzu viel Verdruß hatte, wiche er endlich und legte den Dienst nieder. l. c. p. 464. 469.
  6. Gerhard Steinbrück, gewesener Schulmeister zu Friemar, kam zu Ende des 1715. Jahres zu dem Schuldienst zu Haussen. l. c. p. 471.
  7. Laurentius Berles, von Haussen bürtig, kommt hieher 1625. vid. Visit. Acta 1647. Er ist 1649. im 42. Jahr seines Alters verstorben. Mst. Berles.
  8. Caspar Marggraf, gebohren zu Friemar, allwo sein Vater, Abel Marggraf, ein Anspänner und Inwohner war, und seine Mutter hieß Maria Wagner Er studirte zu Gotha und, wegen der Kriegs⸗Zeiten zu Elbingen, informirte zu Riga bey einem Edelmann, wurde 1649. Schulmeister zu Haussen und starb 1695. Matric. Goldbac. In Msto Berles. stehet, er sey 1661. nach Siebleben kommen. Wie denn ein Schuldiener dieses Namens laut Visit. Protoc. 1675. daselbst gestanden hat.
  9. Andreas Berles, gebohren zu Haussen, allwo sein Vater Laurentius Berles, Schuldiener und seine Mutter, Christoph Nagels, Inwohners allda, Tochter war. A. 1661. wurde er zum hiesigen Schuldienst beruffen, 1662. heyrathete er Herrn David Francks, Pfarrers zu Eschenberga, Tochter, J. Anna Margaretha, und starb 4. Aug. 1694. Matric. Goldbac. Dieser Schulmeister hat einen Bericht von der Kirche etc. zu Haussen in etlichen Bogen aufgesetzet, woraus ich einiges genommen habe.
  10. Johann Sebastian Klein, war 1672. zu Friedrichroda gebohren. Sein Vater, Johannes Klein, war Cantor zu Ballstedt, und seine Mutter hieß Magdalena Stötzer Er wurde Anfangs Organist in Klein⸗Vargel, und 1693. Schulmeister zu Haussen, heyrathete in eben diesem Jahr J. Anna Lucia Apelin, Valtin Apels, Pfleg⸗Schreibers in Salzungen, Tochter. Er starb im Märtz 1720.
  11. Jacob Dietmar, von Hohenkirchen bürtig, allwo er 1696. auf die Welt kommen. Sein Vater war ein Wagner, Meister Leonhard Dittmar, und seine Mutter, Martha Lindner A. 1720. gelangte er zum Schuldienst zu Haussen. A. 1721. ließ er sich mit J. Sophia Elis. Natzin, des Bernstädtischen Hof⸗ und Feld⸗Trompeters, Hrn. Joh. Adolph Natzens, Tochter, copuliren und zeugte 3 Töchter mit ihr. A- 1751. bate er um einen Substituten, erhielte denselben und starb in gedachtem Jahre. Matric. Goldbac.
  12. Johann Christian Stedefeld, wurde Schul⸗Substitut zu Haussen im Nov. 1757. und im Febr. 1758. wurde er auf den völligen Schuldienst verpflichtet. C. A.

Auszug aus: Brückner, Johann Georg: „Sammlung verschiedener Nachrichten zu einer Beschreibungen des Kirchen- und Schulenstaats im Hertzogthum Gotha“, II. Theil, Zweites Stück, Gotha, in Commißion bey Christian Mevius, 1758


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