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Schuldiener in Wipperoda

Wipperoda

Heute war es mal wieder Zeit für ein Datenbank-Update, nachdem ich mich die letzten Wochen intensiver mit den Kirchenbüchern von Wipperoda beschäftigt habe.

Wipperoda ist ein kleines Dorf zwischen Emleben und Schönau vor dem Walde. Dem Anschein nach hat es seinen Namen wohl dem im Gothaer Raum häufig verehrten Wippertus zu verdanken. Meine erste Vermutung hierzu war allerdings der Familienname Weber. Warum? Eine überaus große Zahl an Namensträgern fand in den Kirchenbüchern ihre Erwähnung, ein paar davon zähle ich zu meinen Vorfahren. Da ist es kaum verwunderlich, dass auch drei Schuldiener dieses Namens in Wipperoda tätig waren.

Das Besondere an Wipperoda ist sein uraltes Kirchenbuch. Das ist dem Umstand zu Verdanken, dass es bereits frühzeitig eine Filiale von Schönau vor dem Walde war. Beide Dörfen besitzen nun immer noch Kirchenbücher, die bereits 1567 begonnen wurden und den 30-jährigen Krieg unbeschadet überstanden haben. Aus dieser Zeit stammen sogar noch Seelenregister, die Christian Kirchner bereits ausgewertet und veröffentlicht hat.

Zugegeben sind die Angaben vor 1600 doch relativ dürftig, so dass manch ein genealogischer Zusammenhang nicht vollständig nachgewiesen werden kann. Bei den Trauungen wurden z.B. anfangs nur die Männer genannt.

Trotzdem konnte ich allein anhand der Kirchenbücher doch die meissten der Schuldiener und deren Familien in Wipperoda von 1567 bis 1808 zusammenstellen. Brückners Kirchen- und Schulenstaat liefert sicherlich noch mehr Informationen, die ich zu einem späteren Zeitpunkt einarbeiten werde.

Die Schuldiener in Wipperoda

Anhand der Eintragungen im Kirchenbuch sind folgende Schuldiener in Wipperoda tätig gewesen. Die Jahreszahlen geben dabei nur die Zeiträume an, in denen die Schuldiener in den Kirchenbüchern erwähnt wurden.

  1. Ulrich Kerner, 1568
  2. Andreas Wagner, 1569-1592
  3. Philipp Pfeiffer, 1592-1597
  4. NN. (keine Eintragungen, evtl. zusammen mit Schönau v. d. W.)
  5. Caspar Hartung, 1617-1632
  6. Sebastian Rasemann, bis 1636
  7. Tobias Meister, 1644-1655
  8. Nicolaus Wippert, 1655-1656
  9. Johann Korb, 1665-1673
  10. Georg Lips, 1672-1716
  11. Johann Matthäus Baumbach, 1716-1740
  12. Johann Weber, 1740-1775
  13. Christian Friedrich Weber, 1781-1792
  14. Johann Andreas Weber, 1804-1806
  15. Carl August Brehm, ab 1807, er war ein Sohn des gleichnamigen Pfarrers zu Schönau v. d. Walde, im Thüringer Pfarrerbuch Nr. 1 „Herzogtum Sachsen-Gotha“ fand er allerdings keine Erwähnung. Wieder ein Beispiel, warum sich die Beschäftigung mit den Schuldienern auch in anderer Hinsicht lohnt.

 


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